Wie ich nach Manila kam

Als kinderlose Ehefrau eines Swissair-Piloten bin ich viel gereist. Das unendlich grosse Elend in Drittwelt-Ländern, unter dem vor allem die Kinder zu leiden haben, hat mich dabei stets tief berührt. Mit der Zeit reifte in mir der Wunsch zu helfen. Durch meinen Mann erfuhr ich, dass Swissair-Angestellte aus ähnlichen Überlegungen heraus schon vor geraumer Zeit die Stiftung «Kinderhilfe des Swissair-Personals» gegründet hatten. Ziel dieser Stiftung ist es, in geplanten SOS-Kinderdörfern ein Haus zu finanzieren und den Lebensunterhalt der darin wohnenden Familie zu garantieren (jeweils eine «Mutter» mit ca. 10 Waisenkindern). 

 

Das SOS-Kinderdorf

Als ich der Stiftung beitrat war das SOS-Kinderdorf in Manila im Bau. Im Januar 1989 flog ich zum ersten Mal nach Manila, wo ich die Betreuung der im «Swissair-Haus» wohnenden Familie übernahm. Von der ganzen Dorfgemeinschaft wurde ich überaus herzlich aufgenommen. Seither besuche ich das SOS-Kinderdorf zweimal jährlich. In der Schweiz gesammelte Kleider, Schuhe, Spielsachen und Schulmaterial brachte ich immer wieder mit. Auch vier revidierte Bernina-Nähmaschinen wurden nach Manila gebracht und die Frauen im Nähen unterrichtet. Selbst eine komplette Zahnarzteinrichtung habe ich in der Schweiz erhalten und auf eigene Kosten im Dorf installieren lassen. Dies hat sich als überaus wertvolle Hilfe erwiesen.

 

Das St. Anthony's Boy Village

Über das SOS-Kinderdorf habe ich diese Schule in Silang kennengelernt. Es ist eine religiöse Institution, von zwei italienischen Patern aufgebaut und heute noch zum Teil selbsttragend geführt. Die internen Knaben, alle aus ärmsten Verhältnissen, packen überall mit an: in der Küche, im Garten, in der Wäscherei oder bei der Herstellung des eigenen Mobiliars. Die auswärtigen Schüler leisten einen kleinen finanziellen Beitrag an die Schule. Ich war beeindruckt von dieser Philosophie und unterstütze diese Schule wo immer ich kann. Auch Patenschaften werden regelmässig übernommen.

 

Persönliche Initiativen

In den oben geschilderten Projekten konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Daraus erwuchs der Wunsch nach noch mehr Eigeninitiative. So betreute ich weiterhin die «Swissair-Familie», begann aber daneben, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Mit einmaligen Geldbeträgen von 400 bis 600 Franken konnte ich etlichen Familien wieder zu einem menschenwürdigen Dasein verhelfen. Vielen Kindern habe ich Schule und Ausbildung ermöglicht. Daraus ist mein erstes eigenes Projekt entstanden. 

  

Das Kinderheim in Angeles City

Bei einem meiner Besuche im SOS-Kinderdorf führte mich eine Sozialhelferin zu einer Ordensschwester. Diese war schon viele Jahre in den Elendsvierteln von Manila tätig und hatte angefangen, Waisenkinder aufzunehmen. Sie war nur notdürftig in einem alten Haus untergebracht und es mangelte an allem. Ich war sofort entschlossen hier zu helfen.
Es gelang mir bereits ein Jahr später in Angeles City ein solides und zweckmässiges Haus mit genügend Land für Garten und Spielraum für die Kinder zu kaufen. Seither wohnen immer rund 50 Kinder mit ledigen Müttern und Betreuungspersonen im Heim.

Dieser schöne Erfolg hat mich motiviert weiterzumachen. Mit sechs einheimischen Personen gründete ich in Manila die Stiftung «Alban Memorial Foundation» (Alban in Erinnerung an meinen überaus hilfsbereiten verstorbenen Vater).

 

Community Center auf der kleinen Insel Marinduque

Um der armen Insel-Bevölkerung zu etwas mehr Eigenständigkeit zu verhelfen wurde hier für rund 60'000 Franken ein Mehrzweckhaus errichtet. Je nach finanziellen Mitteln wollen wir möglichst vielen Menschen aller Altersgruppen helfen.

Vier Programme laufen bereits sehr erfolgreich:

  1. Ein Ernährungsprogramm für alte Menschen und unterernährte Kinder
  2. Ein Ausbildungsprogramm für Jugendliche
  3. Ein Familienhilfe-Programm, das heisst: Es werden Häuser repariert, Toiletten gebaut und Wasserpumpen installiert.
  4. Medizinische Hilfe für alle in den Programmen: d.h. Bezahlung der Medikamente nach kostenloser Behandlung durch einen einheimischen Arzt.

In allen Programmen sind Frauen aus der armen Nachbarschaft engagiert, was für sie einen wertvollen Nebenverdienst bedeutet.

 

Fairview - "Oase der Hoffnung"

Eine grosse Liegenschaft wurde mir geschenkt. Damit ist mein grösster Wunsch in Erfüllung gegangen, in Manila einen Sitz der Stiftung und Anlaufstelle für alle anderen Projekte zu haben. Gleichzeitig auch ein Kinderheim für Strassenkinder, Vollwaisen und Findelkinder. Fairview wird Schulungszentrum sein für Seminare und Workshops, Unterricht in ALS (Alternatives Lernsystem) und einem eigenen Kindergarten. Es hat einen Therapieraum, eine Zahnarzteinrichtung und die Kinder werden auch im eigenen Heim medizinisch betreut. Aus allen anderen Projekten finden Menschen Aufnahme für Vor- und Nachbetreuung bei Spitalaufenthalten, zum «aufpäppeln» von schwer unterernährten Kindern, oder Jugendliche für Stellensuche.

 

Payatas und Erap

In diesen zwei Müllhalden-Gebieten werden Kinder unterstützt. Dank unserer Hilfe können in Erap 280 Kinder den Schulunterricht besuchen und bekommen täglich eine Mahlzeit. Im Jahre 2004 bestand das Schulgebäude aus einem einzigen Schulzimmer. Mit Hilfe von grosszügigen Spenden konnte die Grundfläche des Gebäudes verdoppelt werden. In weiteren Bauetappen wurde das Schulhaus um zwei Stockwerke vergrössert. Momentan werden jeweils sechs Klassen verteilt auf drei Stockwerke gleichzeitig unterrichtet.

 

Bulacan - unsere kleine Farm

Für wenig Geld konnte ausserhalb von Manila ein grosses Stück Land mit einem Haus im Rohbau erworben werden. Das Haus wurde bereits renoviert, sodass die Knaben aus dem Kinderheim in Fairview umziehen konnten. Nun werden noch die letzten Arbeiten erledigt, damit die Knaben ein schönes Zuhause haben und im Gartenbau wertvolle Erfahrungen sammeln können. 

Nach dem Motto «Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es» wende ich mich an alle, die sich angesprochen fühlen, bei dieser guten Sache mitzutun. Nur mit Eurer Hilfe ist es mir möglich, alle diese Projekte weiter zu führen. Ich garantiere dafür, dass sämtliche Spendengelder 100%ig in den Projekten eingesetzt werden, da ich für die Reisekosten, sowie sämtliche Spesen selbst aufkomme. Ich fliege zweimal jährlich für 3 Wochen nach Manila und arbeite aktiv in den Projekten mit. Nach jedem Besuch werden die Spender über meine Tätigkeit informiert.

Kontakt - Konto für Hilfsaktionen